Die Bundeswehr einfach mal kennenlernen – Der Freiwillige Wehrdienst

 „Mein Vater war Soldat. Dadurch hatte ich bereits früh einen starken Bezug zum Militär. Mit 19 Jahren und direkt nach dem Abi wollte ich mich aber nicht so gern gleich für viele Jahre verpflichten und suchte nach einer passenden Alternative

Jetzt bin ich seit fast 14 Monaten als „FWDL’er“ bei der Bundeswehr. Zuallererst musste ich die dreimonatige Grundausbildung durchlaufen. Da wird der Grundstein für die militärische Karriere gelegt, indem du die militärischen Grundkenntnisse vermittelt bekommst. Da gab es einige Situationen, in denen ich an meine körperlichen und auch psychischen Grenzen kam und daran dachte, wieder zu kündigen. Dies ist während der sechsmonatigen Probezeit möglich. Aber alles ist machbar, wenn du deinen „inneren Schweinehund“ überwindest und es durchziehst. Außerdem war ich ja nicht allein. Überall haben wir uns gegenseitig geholfen und ich habe zum ersten Mal erlebt, was Kameradschaft bedeutet.

 Aktuell arbeite bzw. diene ich im Geschäftszimmer meiner Kompanie. Da fallen die unterschiedlichsten Aufgaben an. Zum Beispiel verwalte ich verschiedene Akten, erstelle Pläne und verteile die Post. Außerdem bin ich für die Pflege der Urlaubskartei zuständig. Das sind Aufgaben, die viele meiner Freunde in ihren zivilen kaufmännischen Berufen auch machen. Ich habe aber natürlich auch militärische Aufgaben – so geht es zum Beispiel auf den Truppenübungsplatz, um die gelernten Fähigkeiten wie das Schießen und den Kampf in der Gruppe zu verbessern. Und da ich als Soldatin auch fit sein muss, bin ich regelmäßig auf dem Sportplatz oder im Kraftraum. Das können meine Freunde nicht. Das Beste ist aber, dass bei entsprechender Eignung und Bedarf eine Übernahme als Soldatin auf Zeit und gegebenenfalls ein Laufbahnwechsel beispielsweise als Offizierin möglich ist. Und wenn dann weiterhin alles gut läuft und meine Leistungen stimmen, kann ich auch Berufssoldatin werden.